Nikolaus Walther Fachanwalt für Strafrecht Fachanwalt für Verkehrsrecht
Nikolaus Walther Fachanwalt für StrafrechtFachanwalt für Verkehrsrecht   

Bundesweite Nebenklagevertretung

Rechtsanwalt und Fachanwalt aus Hannover hilft bei Nebenklageverfahren

Die Nebenklage gibt dem Verletzten einer Straftat die Möglichkeit, sich umfassend an einem Strafverfahren zu beteiligen. Geregelt ist das Nebenklageverfahren in den § 395 ff StPO.

Üblicherweise ist das Opfer einer Straftat im Strafverfahren "nur" Zeuge.  Nur nach gründlicher Beratung durch einen Rechtsanwalt sollte sich ein Zeuge, der durch die Straftat zugleich Verletzter ist überlegen, sich einem Verfahren als Nebenkläger anzuschließen.

 

Die Anschlusserklärung hat gem. § 396 StPO  schriftlich bei Gericht zu erfolgen. Liegen die Voraussetzungen der Nebenklage vor, wird das Gericht die Nebenklage zulassen.

Dem Nebenkläger stehen dann die in § 397 StPO genannten Rechte zu, von denen allerdings nur mit Augenmaß und nach Rücksprache mit einem Rechtsanwalt Gebrauch gemacht werden sollte. Denn manche der Rechte, die die StPO der Nebenklage einräumt mindern den Beweiswert der Zeugenaussage des Nebenklägers und erschweren damit eine Verurteilung des Täters.

 

So dürfen Zeugen normalerweise vor Ihrer Aussage weder die Akte lesen noch die Zeugenaussagen der übrigen Beteiligten anhören. Dies soll dazu führen, dass Zeugen unbeeindruckt von anderen Beteiligten nur das wiedergeben, was sie selbst tatsächlich bezeugen können. Sehr schnell vermischt sich nämlich gehörtes und selbst erlebtes zu einer einheitlichen Geschichte, so dass Zeugen häufig gar nicht auseinanderhalten können, was sie selber erlebt haben und was ihnen nur von Dritten berichtet wurde. Hat nun das Opfer einer Straftat die Akte mit den Aussagen aller Beteiligter vorab gelesen und dann auch noch die Aussagen der Übrigen Beteiligten in der Verhandlung selber gehört, so mindert dies automatisch den Wert seiner Aussage, weil das Gericht nicht mehr sicher sagen kann, welche "Erinnerungen" das Opfer tatsächlich hat und welche möglicherweise nur aufgrund der Aussagen Dritter zustande gekommen sind.

 

Im Zweifel ist der Angeklagte frei zu sprechen. Steht also wie in Fällen von sexuellem Missbrauch häufig die Aussage des Opfers gegen die des Täters kann es passieren, dass das Opfer durch ein "zu viel" an Beteiligung seine eigene Aussage schwächt und damit dem Täter einen Freispruch erst ermöglicht. Insoweit ist auch das häufig praktizierte Coaching des Opfers sehr kritisch zu sehen. Erfahrene Verteidiger werden immer danach fragen, ob und wie ein Opferzeuge auf den Prozess vorbereitet wurde. Ein Recht zur Lüge besteht hier nicht! Stellt sich heraus, dass die Aussage des Opfers vorab von Opferschutzvereinen oder Anwälten inhaltlich genau vorbereitet wurde, so schmälert dies die Verwertbarkeit der Aussage erheblich und macht diese ggf. sogar komplett unbrauchbar mit der Folge eines Freispruchs für den Täter.

 

Nikolaus Walther

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Strafrecht

Fachanwalt für Verkehrsrecht

 

Hohenzollernstraße 31

30161 Hannover

 

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