Nikolaus Walther Fachanwalt für Strafrecht Fachanwalt für Verkehrsrecht
Nikolaus Walther Fachanwalt für StrafrechtFachanwalt für Verkehrsrecht   

Strafverteidigung

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht in Hannover

 

Nur ein Strafverteidiger kann schnell und angemessen auf staatliche Zwangsmaßnahmen wie Festnahmen, Untersuchungshaft, Hausdurchsuchungen etc. reagieren. Aus diesem Grund ist es auch kein Zeichen von Schuld, sondern von Intelligenz, wenn Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und sich erst nach Rücksprache mit Ihrem Verteidiger zu Vorwürfen äußern. Denn ist eine Aussage erstmal in der Welt, lässt sie sich kaum noch rückgängig machen.

Machen Sie hingegen von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, darf und wird Ihnen das später vor Gericht nicht negativ ausgelegt werden.

 

Rechtsgebiete im Strafrecht

Rechtsanwalt Walther vertritt Sie als Fachanwalt für Strafrecht grundsätzlich bei sämtlichen Tatvorwürfen. Rechtsanwalt Walther wird als Fachanwalt für Strafrecht insbesondere in den folgenden Bereichen gerne als Strafverteidiger für Sie tätig:

Arztstrafrecht, Berufung, Betäubungsmittelstrafrecht, Computerstrafrecht, Eigentums- und Vermögensdelikte (Diebstahl, Betrug, Unterschlagung, Untreue), Internetstrafrecht, Jugendstrafrecht, Körperverletzung, Mord, Totschlag, Revision, Sachbeschädigung, Sexualstrafrecht, Staatsschutzdelikte, Strafvollstreckung, Strafvollzug, Umweltstrafrecht, Verkehrsstrafrecht, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, Verstöße gegen das Waffengesetz, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, Wiederaufnahmeverfahren

 

Ablauf eines Strafverfahrens

Nicht alle Mandanten haben einschlägige Erfahrungen mit der Strafjustiz. Diese Informationen sollen den Mandanten weiterhelfen, die erstmalig mit dem Strafrecht in Berührung kommen.

 

Die drei Phasen eines Strafverfahrens

Ein Strafverfahren kann in drei Phasen eingeteilt werden, die immer in dieser Reihenfolge durchlaufen werden müssen, wobei Phase 2 und 3 entfallen können. Die erste Phase ist das sogenannte Ermittlungsverfahren, die Zweite das Zwischenverfahren und die Dritte das Hauptverfahren.

 

Das Ermittlungsverfahren

Die erste Phase beginnt damit, dass den Ermittlungsbehörden ein strafrechtlicher Vorwurf bekannt wird. Dies kann durch eine Strafanzeige geschehen oder durch eigene Kenntnisnahme der Polizei, z.B. im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle.

 

Strafanzeige und Strafantrag

Die Strafanzeige darf nicht verwechselt werden mit dem Strafantrag. Dieser ist bei bestimmten Delikten zusätzlich zu der Strafanzeige bzw. zu der sonstigen Kenntnisnahme durch die Ermittlungsbehörden notwendig, damit eine Tat verfolgt werden kann.

 

Zeugen- und Beschuldigtenvernehmung

Erlangen die Ermittlungsbehörden Kenntnis von Straftaten, müssen Sie Ermittlungen aufnehmen. Dabei ist die Staatsanwaltschaft die Herrin des Ermittlungsverfahrens, sie bestimmt also, welche Ermittlungen durchgeführt werden, ob eine Einstellung des Verfahrens in Betracht kommt oder ob Anklage erhoben wird und wer wann Akteneinsicht bekommt. Die tatsächliche Ermittlungsarbeit vor Ort wird allerdings regelmäßig von der Polizei durchgeführt. Ein wichtiger Teil der polizeilichen Ermittlungstätigkeit ist die Befragung von Zeugen und Beschuldigten.

Zeugen und Beschuldigte haben in Strafverfahren unterschiedliche Rechte.

 

Der Beschuldigte

hat das Recht zu schweigen und von Beginn an das Recht auf einen Anwalt. Es ist dringend anzuraten, von diesen Rechten konsequent Gebrauch zu machen. Denn alle Aussagen, die ein Beschuldigter bei der Polizei macht können später gegen ihn verwendet werden. Und ist eine Aussage erstmal in der Akte, dann wird es in den späteren Phasen des Verfahrens sehr schwer, diese wieder zu beseitigen. Ein Termin bei der Polizei braucht von einem Beschuldigten nicht wahrgenommen zu werden. Für den Beschuldigten, der einen Anhörungsbogen von der Polizei erhält empfiehlt es sich also, einen Anwalt einzuschalten und zunächst keine Aussage zu tätigen.  Dies gilt auch bei einer Vorladung der Staatsanwaltschaft. Dort müssen Sie zwar erscheinen, aber keine Aussage machen.

Der Anwalt wird nach Auftragserteilung bei der Staatsanwaltschaft Akteneinsicht beantragen und einen eventuell bereits angesetzten Vernehmungstermin bei der Polizei absagen. Vollständige Akteneinsicht erhält nur ein Rechtsanwalt. Alleine deswegen macht es schon Sinn, einen Verteidiger zu beauftragen. Denn  wie soll man sich gegen Vorwürfe verteidigen, die man nicht einmal genau kennt? Nach erfolgter Akteneinsicht wird der Rechtsanwalt dann mit Ihnen die Akte und das weitere Vorgehen besprechen. Erst nach erfolgter Akteneinsicht sollte, wenn überhaupt, eine Einlassung abgegeben werden. Denn ohne die Akte wissen Sie im Zweifel gar nicht, was Ihnen tatsächlich vorgeworfen wird. Der Anhörungsbogen der Polizei gibt dazu häufig nur unzureichend Auskunft. Denn die Polizei ist nicht verpflichtet, alle denkbaren Tatvorwürfe in dem Anhörungsbogen mit aufzulisten. Außerdem ist es ja auch denkbar, dass sich ein weiterer Tatverdacht erst aufgrund Ihrer Aussagen bei der Polizei ergibt. Ein  guter Strafverteidiger erkennt solche möglichen Fallen in der Akte und wird Sie darauf hinweisen. So können Sie bei Ihrer Einlassung sicher sein, sich nicht selber unnötig zu belasten.

 

Der Zeuge

Der Zeuge ist zur wahrheitsgemäßen Aussage spätestens gegenüber der Staatsanwaltschaft verpflichtet. Ausnahmen gelten dann, wenn der Zeuge sich mit seiner Aussage ggf. selber belasten würde oder wenn der Beschuldigte mit dem Zeugen verwandt ist.

 

Der Abschluss des Ermittlungsverfahrens

Nachdem die Staatsanwaltschaft mithilfe der Polizei die Ermittlungen abgeschlossen hat, muss sie eine Entscheidung treffen, wie es weitergehen soll. Grundsätzlich hat sie drei Möglichkeiten:


Einstellung des Verfahrens

Die Staatsanwaltschaft stellt das Strafverfahren ein, wenn sich der Tatverdacht nicht bestätigt hat, sie kann es mit oder ohne Auflagen einstellen, wenn es sich nur um eine geringfügige (eventuell erstmalige) Verfehlung handelt oder wenn noch weitere Straftaten im Raum stehen, gegen die das ermittelte Delikt nicht weiter ins Gewicht fällt. Eine Einstellung ist in jedem Stadium des Verfahrens möglich.

 

Strafbefehl

Entscheidet die Staatsanwaltschaft im Strafbefehlswege, so soll keine Hauptverhandlung stattfinden, sondern der Täter soll quasi im schriftlichen Verfahren verurteilt werden. Die Staatsanwaltschaft schickt den Strafbefehl an das Gericht. Das Gericht kann diesen dann erlassen. Erhält man einen Strafbefehl, sollte man diesen unverzüglich anwaltlich überprüfen lassen. Gegen einen Strafbefehl ist innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung der Einspruch zulässig. Versäumt man diese Frist verschuldet, so wird der Strafbefehl rechtskräftig. Es sollte allerdings vor Einspruchseinlegung genau geprüft werden, ob sich ein Einspruch lohnt. Wird Einspruch eingelegt, findet ein normales gerichtliches Verfahren statt, bei dem man auch eine Strafe erhalten kann, die höher ausfällt als die im Strafbefehl ausgesprochene.

 

Anklage

Im Falle einer Anklage schickt die Staatsanwaltschaft ihre Anklage an das zuständige Gericht und erhebt dort Anklage. Das Gericht muss nun prüfen, ob es die Anklage eröffnen will. Wir befinden uns damit in der zweiten Phase des Strafverfahrens, dem sogenannten

 

Zwischenverfahren

Im Zwischenverfahren prüft das zuständige Gericht, ob es die Anklage für nachvollziehbar hält und gibt dem Angeschuldigten Gelegenheit sich zu dem Anklagevorwurf zu äußern. Fast alle bei Gericht eingegangenen Anklagen werden von den Gerichten auch eröffnet. Hält das Gericht die Anklage für gerechtfertigt, dann lässt es die Anklage zu. Nach diesem sogenannten Eröffnungsbeschluss beginnt das

 

Hauptverfahren.

Das Gericht legt einen Termin fest, zu dem die Zeugen und der Angeklagte geladen werden und die Staatsanwaltschaft alle Beweismittel herbeischafft. Ein Großteil der eröffneten Anklagen führt auch  zu einer Verurteilung.

 

Fazit

Aus dem Ablauf des Strafverfahrens lässt sich leicht ersehen, dass eine frühzeitig einsetzende professionelle Verteidigung viel Zeit und auch Geld sparen kann. Denn das RVG, nachdem sich regelmäßig die Bezahlung des Rechtsanwaltes bemisst, bestimmt Rahmengebühren für jeden der oben genannten Verfahrensabschnitte und natürlich für jeden Hauptverhandlungstag. Wenn Sie einen Strafverteidiger erst am Ende des Verfahrens beauftragen, verlieren Sie die Möglichkeit, bereits im Ermittlungs- und Zwischenverfahren Einfluss zu nehmen und das Verfahren ggf. frühzeitig zu beenden. Ein guter Strafverteidiger wird frühzeitig versuchen, mit der Staatsanwaltschaft in Kontakt zu treten und eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen oder eine Beendigung per Strafbefehl auszuhandeln, damit Ihnen  eine öffentliche Hauptverhandlung und damit auch weitere erhebliche Kosten erspart bleiben. Als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht in Braunschweig hilft Ihnen Rechtsanwalt Niko Walther, Ihre Verteidigung effektiv zu gestalten und die Kosten so niedrig wie möglich zu halten.

 

Was tun bei einer Vorladung (als Beschuldigter)?

  1. Keine Panik!

  2. Tel.: 0172-1783505 (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht in Braunschweig Niko Walther)

  3. Vereinbaren Sie in der Kanzlei in Braunschweig einen Termin. Bringen Sie zu dem Besprechungstermin alle Unterlagen mit die wichtig sein könnten, insbesondere die Vorladung zur Polizei.

  4. Leisten Sie einer Vorladung zur Polizei keinesfalls alleine Folge. Sie brauchen diesen Termin nicht wahrzunehmen.

 

Hausdurchsuchungen

  1. Keine Panik!

  2. Leisten Sie keinerlei Widerstand

  3. Versuchen Sie nicht, irgendwelche Unterlagen oder sonstige Beweise zu vernichten oder auf andere Beteiligte dahingehend einzuwirken (das könnte später ein Haftgrund sein)

  4. Schweigen Sie und wählen Sie am nächstgelegenen Telefon die 

  5. Tel.: 0172-1783505

  6. (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht in Braunschweig Niko Walther)

  7. Sollten Sie mich nicht direkt persönlich erreichen, hinterlassen Sie bei den Mitarbeiterinnen oder auf dem AB Ihre Kontaktdaten. Ich werde mich unverzüglich mit Ihnen in Verbindung setzen und bei Bedarf an der Durchsuchung teilnehmen.

 

Festnahme und Untersuchungshaft

  1. Keine Panik!

  2. Leisten Sie keinen Widerstand und versuchen Sie nicht, auf Zeugen Einfluss zu nehmen, Beweismittel zu vernichten oder zu fliehen (Haftgründe)

  3. Schweigen Sie (auch gegenüber Ihren neuen Bekannten in der JVA), bis Sie sich mit einem Rechtsanwalt besprechen konnten.

  4. Tel.: 0172-1783505

  5. Im Falle der Untersuchungshaft haben Sie Anspruch auf die Beiordnung eines Rechtsanwaltes. Das bedeutet, Sie bekommen unabhängig von Ihren finanziellen Möglichkeiten einen Rechtsanwalt gestellt. 

 

Erkennungsdienstliche Maßnahmen

 

Die Anordnung erkennungsdienstlicher Maßnahmen nach § 81 b StPO stellt, insbesondere für den zu Unrecht Beschuldigten, eine erhebliche Belastung dar.

Mit der Abnahme von Fingerabdrücken und der Anfertigung von "Verbrecherfotos" fühlt sich der Beschuldigte endgültig wie ein Krimineller behandelt. Häufig besteht auch die Sorge, die einmal erhobenen Daten würden unabhängig vom Ausgang des Strafverfahrens nie wieder gelöscht.

Die Anordnung erkennungsdienstlicher Maßnahmen ist nur in bestimmten Fällen zulässig und die Polizei muss ihre Anordnung begründen können. Dafür reicht die formelhafte Wiedergabe des Gesetzestextes nicht aus, die anordnende Behörde muss  im konkreten Einzelfall begründen, warum Sie die Anordnung für notwendig hält. Diese Begründung fällt häufig allerdings sehr oberflächlich und kurz aus. Es kann sich daher lohnen, gegen die Anordnung gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

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