Nikolaus Walther Fachanwalt für Strafrecht Fachanwalt für Verkehrsrecht
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Pflichtverteidigung

Fachanwalt für Strafrecht aus Braunschweig übernimmt Pflichtverteidigungen

 

Im Falle einer notwendigen Verteidigung wird dem Beschuldigten einer Straftat ein Rechtsanwalt beigeordnet. Als Fachanwalt für Strafrecht übernehme ich selbstverständlich auch Pflichtverteidigungen. Da Beiordnungen in aller Regel bei besonders schweren Straftaten oder in besonders komplexen Verfahrenssituationen erfolgen, sollten Sie dem Gericht für diese Fälle immer einen Fachanwalt für Strafrecht benennen. Sie sollten nicht darauf vertrauen, dass das Gericht Ihnen schon den richtigen Anwalt beiordnen wird. Damit können Sie Glück, aber auch großes Pech haben. Und Fehler, die bei Verhandlungen vor dem Landgericht gemacht wurden, lassen sich später kaum noch heilen.

 

Wann eine Verteidigung notwendig ist, ist in § 140 StPO geregelt, so z.B. wenn die Verhandlung im ersten Rechtszug vor dem Landgericht oder Oberlandesgericht stattfindet, dem Beschuldigten ein Verbrechen (Straftaten, bei denen die Mindeststrafe 1 Jahr Freiheitsstrafe oder mehr beträgt) zur Last gelegt wird, ein Berufsverbot droht oder U-Haft vollstreckt wird. Weitere Beispiele finden Sie in § 140 I StPO.

 

Eine Beiordnung kommt aber auch dann in Betracht, wenn wegen der Schwere der Tat, oder der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage die Mitwirkung eines Verteidigers geboten erscheint oder wenn ersichtlich ist, dass sich der Beschuldigte nicht selbst verteidigen kann. Eine Beiordnung kommt daher auch in Betracht, wenn der Täter aus anderen Verfahren noch Bewährungen offen hat, deren Widerruf bei einer erneuten Verurteilung droht.

Im Falle einer notwendigen Verteidigung wird das Gericht einen Rechtsanwalt beiordnen. Die Kosten für diesen Anwalt werden zunächst vom Staat übernommen, müssen aber im Falle einer Verurteilung später vom Täter wieder erstattet werden. Da eine spätere Umbeiordnung häufig nur mit einiger Mühe zu erreichen ist empfiehlt es sich, dass Sie sich auch und gerade im Falle einer notwendigen Verteidigung selber frühzeitig um einen Rechtsanwalt kümmern. 

 

Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um schwere Straftaten handelt, die vor einem Landgericht verhandelt werden sollen. Denn gegen ein Urteil des Landgerichts ist nur noch die Revision als Rechtsmittel zulässig. Es gibt also keine erneute Beweisaufnahme, sondern das Gericht überprüft nur, ob Rechtsfehler gemacht wurden. Arbeitet der Verteidiger nicht gut, verlieren Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Revisionsinstanz. Daher sollten Sie bei allen Strafverfahren vor dem Landgericht unbedingt darauf achten, das Sie von einem Verteidiger Ihres Vertrauens beraten werden.

 

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